Erneuter Neonazi-Aufmarsch in den Niederlanden am 30. Januar in Arnhem

Wie auch schon am 26.9.09 in Venlo wollen laut Laat ze niet lopen erneut Neonazis der Nederlandse Volks-Unie(NVU), dem Äquivalent zur deutschen NPD, in den Niederlanden aufmarschieren.

Laat ze niet lopen Banner

Wie auch schon in Heinsberg-Randerath geschehen versuchen die Ewiggestrigen durch knallharten Populismus und die Instrumentalisierung von Protesten gegen Kinderschänder ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten.

In vier Gemeinden (Arnheim, Nijmegen, Overbetuwe und Heerlen) tritt die NVU im März zur Gemeinderatswahl an. Daher ist davon auszugehen, dass die Demonstration und die vorgetäuschte Solidarität mit besorgten Eltern dem Stimmenfang dienen soll.

Laut Naziangaben soll Constant Kusters, ein niederländischer Nazikader, bei der Gemeinde Arnheim einen Antrag eingereicht haben, diese dementiert dies aber. In den nächsten Tagen sollten genauere Informationen bekannt werden.

Wie auch in Venlo kann man damit rechnen, dass auch Neonazis aus Deutschland, v.a. aus dem Ruhrgebiet, am Aufmarsch teilnehmen werden. Damals kam es am Düsseldorfer Hbf zu Angriffen auf AntifaschistInnen und Verletzungen.

Wir werden uns den 30. Januar vormerken um die GenossInnen in den Niederlanden zu unterstützen. Unsere Solidarität kennt keine Grenzen! Keinen Rechtspopulismus, weder in den Niederlanden, in Randerath noch sonstwo!
Nie wieder Faschismus!

Frohes neues Jahr wünscht eure Antifa

Antifa HS

Auch in diesem Jahr wünschen wir allen Genossen_innen ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2010
mit antifaschistischen Grüßen
Antifa HS.

Keine Homezone für Nazis – weder in Viersen, noch Anderswo

Antisemitismus unter ‚roter Fahne’ unmöglich machen!

Am 25. Oktober hatte die Veranstaltungsgruppe „Kritikmaximierung“ die 1972`er Dokumentation „Warum Israel“ des Regisseurs Claude Lanzmann, der im französischen Untergrund der Résistance die Shoa überlebte, im „b-movie“ zeigen wollen.

Doch in der antizionistisch befreiten Zone, der Hamburger Brigittenstraße, wo sich das „b-movie“ in der Nachbarschaft zum Headquarter des völkischen Bandenwesens, der „B5“, befindet, wird keine Doku geduldet, in der Israel als Konsequenz aus Auschwitz begriffen wird. In jenem antizionistischen Kiezmilieu wird ‚Warum Israel’ notorisch mit der geopolitischen Reproduktion des antisemitischen Ressentiments von der verschwörerischen ‚Anti-Nation’ erwidert, also mit der sich in der „B5“ offerierenden Ideologie von dem Zionismus als Staat gewordenen „Todfeind der Völker“ (so etwa in einer Broschüre eines nationalbolschewikischen Relikt, der KPD/ML, die in der „B5“ zur Lektüre ausliegt). Israel gilt hier ausschließlich als „Brückenkopf“ imperialistischer Okkupation, als Colt an der Schläfe der ‚autochthonen Völker’, also als eine sich als Staat lediglich dekorierende Verschwörung.

Die mit Quarzsandhandschuhen und Mundschutz gerüstete „Zärtlichkeiten der Völker“-Miliz machte dem Kinopublikum mit ‚geschulten’ Faustschlägen deutlich, wem Militanz auf ‚deutschen Straßen’ zu gelten habe: nicht dem deutschen, sondern dem jüdischen Staat Israel und seinen Freund_innen. Ein Antizionist bewies mit einem Gürtel seine Freude an Züchtigung und ein weiterer demonstrierte mit einem eisernen Fahrradschloss die Bereitschaft zum Totschlag.

Die in der „B5“ sich rekrutierenden Schläger_innen sind seit Jahren dafür bekannt, Kritiker_innen ihres Antisemitismus und vermeintliche Antideutsche körperlich zu traktieren. So etwa auf einer antifaschistischen Demonstration am 31. Januar 2004 in Hamburg: Als die Genoss_innen der antinationalen Gruppe „Kritik & Praxis Berlin“ von den lokalen Milizen als vermeintliche Antideutsche identifiziert worden sind, traten und schlugen etwa 30 bis 40 Antizionist_innen auf die vier Berliner Genoss_innen ein und entrissen ihnen unter „Intifada bis zum Sieg“-Parolen ein Transparent mit der Aufschrift „Deutschland denken heißt Auschwitz denken“. Am 20. Juni 2009 versuchten die Schläger_innen aus der „B5“ eine Solidaritätsaktion für die um Freiheit streitenden Menschen im Iran zu sprengen, nachdem sie eine Komplizenschaft zwischen ‚abtrünnigen Exil-Iraner_innen’ und ‚antideutschen Zionist_innen’ aufgespürt hatten.
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Nachbericht zum „Love music – Hate fascism“-Konzert in Wassenberg

Am 12. September fand im Bucanero in Wassenberg ein von der Antifa Heinsberg organisiertes Konzert namens „Love music – Hate fascism“ statt. Die zeitweise rund 150 Gäste konnten sich während der Auftritte von 3 Bands über antifaschistische Arbeit informieren und mehr über neonazistische Strukturen speziell in Heinsberg und näherer Umgebung erfahren. Vielen Konzertbesuchern war die steigende Neonazipräsenz in Heinsberg kaum bekannt, sodass dieser Infostand seine Bestätigung fand.

Das Konzert war unser erstes selbstorganisiertes Event und falls Verbesserungvorschläge vorhanden sind, nehmen wir jede konstruktive Kritik gerne an.

Vor dem Konzert haben „autonome“ Nationalisten mit einer Aufkleberaktion auf sich aufmerksam gemacht. Die Aufkleber wurden vom Bucanero bis zu einem nahe gelegenen Parkplatz verklebt.

Nazischeiss 12.9. 003

Während des Konzertes machte ein alkoholisierter „NPD-Wähler“ (Zitat) auf sich aufmerksam und versuchte Konzertteilnehmer zu fotografieren.
Kurz vor Mitternacht wurde ein Kleinbus eines Gastes von Unbekannten in Brand gesteckt und musste durch die Feuerwehr gelöscht werden.

Nazischeiss 12.9. 012
Nazischeiss 12.9. 011

Es wurden laut Klarmanns Welt Ermittlungen gegen den/die Unbekannten eingeleitet.

Wieder einmal haben Neonazis versucht, Andersdenke einzuschüchtern und Angst zu schüren, doch gerade aufgrund dieser Vorfälle sind Veranstaltungen wie die am letzten Samstag von noch größerer Wichtigkeit, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen.
Wir werden es mit allen Mitteln verhindern, dass sich Nazis in Heinsberg und anderswo breit machen und feste Strukturen bilden können!

Nazi-Schmierereien in Heinsberg-Oberbruch

Nach dem grandiosen Auftritt der NPD am 7.8.09 in Erkelenz (zu dem die 25 angekündigten Nazis letztendlich doch nicht erschienen) legen die lokalen Faschisten noch einen drauf und bemalten in Heinsberg-Oberbruch den Sitz des „Ehli-Beyt Alevi Kültür Dernegi Heinsberg e.V.“ und das Billard Café „Kiss Shot“ mit einem „Dont worry be nazi“-Graffiti und einem Hakenkreuz.

Nazi-Graffiti Oberbruch

Nazi-Graffiti Oberbruch 2

Nazi Graffiti Oberbruch 3

Diese Fotos wurden in der Nähe der Diskotheken „Cheetah“ und „In Vincula“ in Heinsberg-Oberbruch geschossen. Sie zeigen die beiden besprühten Gebäude.
Außerdem wurden Odalrunen geschmiert. Dieses Symbol wurde bereits im 3. Reich von den Nazis missbraucht und befand bzw. befindet sich auf den Bannern rechter Organisationen, wie z.B. der 1994 verbotenen Wiking-Jugend, die in Stolberg ansässig war.
Neben den Schmierereien sind zudem zahlreiche Aufkleber der „Kameradschaft Aachener Land“ und dem „Nationalen Widerstand“ zu sehen.

Nach den gescheiterten Mahnwachen und Infoständen im Kreis Heinsberg versuchen die Nazis nun anscheinend durch starke Fremdenfeindlichkeit auf sich aufmerksam zu machen. Neben den Plakaten der NPD ein weiterer Versuch, ihre kranke Ideologie zu verbreiten und anders Gesinnte einzuschüchtern.

Love Music – Hate Fascism Konzert in Wassenberg

Am 12. September findet im Bucanero in Wassenberg auf der Kirchstraße 8 ein antifaschistisches Konzert statt. Thema wird sein „Love Music – Hate Fascism“ und es richtet sich gegen die steigende Nazipräsenz im Kreis Heinsberg.

Spielen werden Scrap (www.myspace.com/scrapyeah), The Cockroaches (www.myspace.com/thecockroacheshs) und Niveau-Limbo (www.myspace.com/niveaulimbo)

Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Intervention gegen die „Rote Antifa“

Seit über eineinhalb Jahren etabliert sich in den antifaschistischen Strukturen in NRW eine junge Duisburger Gruppe unter dem Label „Rote Antifa“. Die Gruppe erklärt auf ihrer Internetseite, sie verstehe sich als Duisburger Vorhut einer internationalistischen, antirassistischen und antikapitalistischen Globalbewegung. Schon seit einigen Monaten ist sie zumindest teilweise an der medialen Aufarbeitung von Anti-Nazi-, Friedens- und anderen sozialpolitischen Demonstrationen beteiligt – ein umfangreiches Internetarchiv vermittelt den Eindruck einer stark organisierten und durch breite Strukturen unterstützten Arbeit. Sie sucht darüber hinaus Anschluss zu bestehenden linken Strukturen in NRW. Auch im restlichen Bundesgebiet und teilweise sogar im europäischen Ausland knüpft sie erste Kontakte. Sie tritt auf nahezu allen größeren politischen Events in NRW in Erscheinung, mobilisiert zu eigenen Antifa-Blöcken und führt schwach organisierte Demonstrationen spontan durch eine geschlossene Spitze und eigene Transparente an. Demnach ließe sich also eine Bereicherung hiesiger Strukturen vermuten. Doch seit Beginn ihrer politischen Tätigkeit ist die Gruppe regelmäßig in gewalttätige Aktionen gegen andere antifaschistische Gruppen und Einzelpersonen involviert. Zudem kam es zu Aussagen, die darauf schließen lassen, dass die „Rote Antifa“ einen anarchistischen und linkskommunistischen Minimalkonsens nicht teilt.

Im Folgenden möchten wir beispielhaft einige Ereignisse aufführen, um zu verdeutlichen, warum wir – Anarchist_innen und Kommunist_innen aus NRW – eine Zusammenarbeit mit der „Roten Antifa“ für untragbar halten. In manchen der bekannt gewordenen Fälle konnte nicht abschließend geklärt werden, ob es sich bei den Beteiligten ausschließlich um Mitglieder der Gruppe oder auch oder nur um ihr politisches Umfeld handelt. Bei den nachfolgend beschrieben Situationen darf ihre – zumindest indirekte – Beteiligung als gesichert gelten. Vollständig – und das halten wir für bezeichnend – ist die Chronologie allerdings nicht. Während der Zusammenstellung sind eine Reihe weiterer Vorfälle bekannt geworden, die nicht mehr erfasst wurden.

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„Nationalen Antikriegstag“ in Dortmund zum Desater machen!

Dem Naziaufmarsch am 05.09.09 in Dortmund entgegentreten!

Für den 5. September 2009 mobilisieren die Dortmunder Neonazis europaweit zum so genannten „nationalen Antikriegstag“. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Aufmärsche der sich selbst als „Autonome Nationalisten“ bezeichnenden Nazis entwickelt. Sie nehmen international eine Vorreiterrolle für die aktionsorientierte extreme Rechte ein, so dass der Ausgang des Aufmarsches Relevanz für die kommende Entwicklung der Szene in Deutschland und in Europa haben wird. Dementsprechend hat dieser Aufmarsch mit „Event-Charakter“ eine ganz besondere Brisanz, die nicht nur den Dortmunder Nazistrukturen Aufwind verleihen soll.

Zu diesen jährlich stattfindenden „Aufmärschen“ mobilisierten die Dortmunder Neonazis zum ersten „nationalen Antikriegstag“ 2005 ca. 200 KameradInnen, 2008 kamen bereits ca. 1100 nach Dortmund. Dabei nahm auch das Gewaltpotential auf den Demonstrationen massiv zu. Doch nicht nur im Rahmen der jährlichen Demonstrationen nimmt die Gewalt durch Neonazis zu. Nach dem traurigen Höhepunkt der Ermordung des Punks Thomas „Schmuddel“ Schulz sind immer wieder, und das in zunehmendem Maße, Menschen und Einrichtungen, die nicht in die Ideologie der Neonazis passen, angegriffen worden. Am 1. Mai 2009 sorgte der Angriff der Neonazis auf den Demonstrationszug des DGB für bundesweite Aufmerksamkeit.

Bisher stellten Dortmunder Behörden und Polizei diesem eskalierenden Problem nichts entgegen. Im Gegenteil, sie scheinen hartnäckig darum bemüht zu sein, die Gefahr, die von Neonazis ausgeht, zu relativieren. Es scheint Konzept in dieser Stadt zu sein, die gezielten Überfälle rechter Schlägertrupps zu einem wechselseitigen Rechts-Links-Konflikt zu verklären, um damit zum einen zu verschleiern von wem hier die Gewalt ausgeht und zum anderen den Eindruck zu erwecken, dass die Gesamtgesellschaft sich kaum betroffen bzw. bedroht fühlen muss. In den letzten Jahren entschied die Dortmunder Polizei immer wieder, antifaschistischen Protest zu unterbinden, während sie den Neonazis angenehme Aufmarschbedingungen schuf.

Dabei gerät auch aus dem Blick, dass mit dem Gedenktag „Antikriegstag“ am 1. September eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen erinnert wird. Mit diesem Überfall wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der Gedenktag „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Es gilt nicht nur, sich den Neonazis in den Weg zu stellen, sondern auch die Ursachen des vorherrschenden Problems zu erkennen und dieses entschieden zu bekämpfen – und das nicht nur am Antikriegstag, sondern immer und stets!

Deshalb rufen wir dazu auf, sich am 4. und 5. September an den verschiedensten antifaschistischen Aktionen zu beteiligen.

04.09.2009: Vorabenddemo 18.00 Uhr, Hauptbahnhof

05.09.2009: Antifaschistische Demo 11.00 Uhr, Hauptbahnhof

Mehr Infos unter: www.antifaunion.blogsport.de

Doku: Israel in den Medien

Teil1:

Teil2:



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