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NAZI-PROPAGANDA NICHT UNWIDERSPROCHEN LASSEN!
Am kommenden Samstag, den 24.03. wollen Neonazis aus dem Umfeld der „Kameradschaft Aachener Land“ in Heinsberg und Erkelenz ihre rassistischen und menschenverachtenden Hasstiraden verbreiten. Dazu haben sie Kundgebungen angemeldet, zu denen jeweils etwa 15-20 Personen erwartet werden.
In Heinsberg wollen die Nazis ihre Kundgebung gegen 10:00 Uhr beginnen, aller Voraussicht nach auf dem Marktplatz, in Erkelenz werden sie für etwa 12:00 Uhr auf dem Marktplatz erwartet.
Wer ist die „Kameradschaft Aachener Land (KAL)“?
Die „KAL“ ist eine mit der neonazistischen NPD kooperierende Schlägertruppe, die 2001 gegründet wurde und sich seitdem zu einer der aktivsten und gewalttätigsten Neonazigruppierungen in ganz Deutschland entwickelt hat. Heute beschränken sich ihre Aktivitäten und Strukturen nicht mehr auf den Raum Aachen. Auch im Kreis Heinsberg sind sie aktiv, einige ihrer Mitglieder wohnen auch hier in der Gegend, beispielsweise im Raum Wassenberg. Ihre Aktivitäten hier vor Ort bestehen nicht nur darin, Aufkleber und Plakate mit neonazistischen Losungen zu verkleben (wer sich aufmerksam umschaut, wird z.B. im Heinsberger Innenstadtbereich und im Umfeld des Diskothekenviertels in Oberbruch zahlreiche Aufkleber an Laternenpfählen und Verkehrsschildern finden), sondern auch in Vandalismus und gewalttätigen Übergriffen. So wurde vor einigen Monaten das Rathaus in Wassenberg mit Hakenkreuzen und dem Kürzel „KAL“ besprüht, und im vergangenen Jahr griffen vermummte Neonazis gleich zwei mal im Umfeld einer Rockkneipe in Wassenberg Jugendliche an- beim ersten Angriff stürmten sie mit Pfefferspray bewaffnet die Kneipe, beim zweiten mal griffen sie ihre Opfer in einer Seitengasse an und schossen mit einer Gaspistole auf Gäste der Kneipe, die den Jugendlichen zu Hilfe kommen wollten.
Ganz offensichtlich ist es das Ziel der Nazis, im Kreis Heinsberg eine Art „braunes Hoheitsgebiet“ zu errichten, in dem Andersdenkende, Migrant_innen und alle anderen Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, in Angst leben müssen. Während ein Teil ihrer Strategie in offenem Terror gegen Andersdenkende besteht, werden sie am 24.03. versuchen, mittels Kundgebungen für ihre Ziele zu werben und sich als gerade für junge Leute attraktive Gruppierung darzustellen.
DEN NAZIS IN DIE BRAUNE SUPPE SPUCKEN!
Wir sollten den Nazis möglichst zahlreich einen Strich durch die Rechnung machen und dafür sorgen, dass sie am kommenden Samstag nicht ungestört ihre Kundgebungen abhalten können. Sowohl in Heinsberg als auch in Erkelenz wird es Protestaktionen gegen die Nazis geben. Wer sich daran beteiligen möchte, sollte am Samstag um 09:30 Uhr am Heinsberger oder um 11:30 Uhr am Erkelenzer Marktplatz sein- am besten ist natürlich, wenn möglichst viele Leute in beiden Städten an den Protesten teilnehmen.
Ab sofort wird es unter „Texte“ eine Rubrik über rechtsradikale Aktivitäten im Kreis Heinsberg geben.
Dort soll dann auch eine Chronik über Vorfälle mit Neonazis gepflegt werden.
Dafür sind wir aber natürlich auf jeden Hinweis angewiesen.
Wahrscheinlich fehlen dort auch noch wichtige Ereignisse.
Über Hinweise via antifahs@googlemail.com wären wir sehr dankbar.
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Kommentare
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Anti-KAL
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F.