Nachdem die Protestaktionen gegen den in Heinsberg-Randerath lebenden „Kinderschänder“ Karl D. anscheinend einen dramatischen Wendepunkt bekommen haben, können wir uns nicht länger zurückhalten und kritisieren hiermit eben jene auf das Schärfste.
Am Samstag, den 6. Februar, haben sich ca.30 Neonazis (und keine Skinheads, wie die Aachener Nachrichten suggerieren; du-sollst-skinheads-nicht-mit-nazis-verwechseln) der „Kameradschaft Aachener Land“, welche zuvor im Kreis Recklinghausen gelegenen Marl gegen „Kinderschänder“ demonstriert hatten, den Bürgerprotesten gegen den in Heinsberg-Randerath lebenden Sexualstraftäter Karl D. angeschlossen.
Die Veranstalter der Bürgerproteste und der täglichen „Mahnwachen“ legten den Neonazis kurz noch nahe, „keine Randale, keine politischen Aussagen und keine Übergriffe gegen den Kinderschänder“ durchzuführen [1], und dann konnte gemeinsam gegen den verurteilten Sexualstraftäter gewettert werden. Alles unter der scheinheiligen Schlussfolgerung, dass es nur durch diese löbliche Aktion der Veranstalter zu keinen Randalen seitens der Rechtsradikalen gekommen sei, obwohl die Zahl der Polizeikräfte vor Ort sehr hoch war und somit mögliche Randalen hätten unterbunden werden können. Die menschenverachtende Ideologie, welche übrigens die „Todesstrafe für Kinderschänder“ einfordert, steht im krassen Gegensatz zu allen zivilisierten Werten und Errungenschaften des liberalen Bürgertums. Die zahlreichen Vorstrafen einiger Neonazis der KAL wurden zum Zwecke der Solidarität gegen den Sexualstraftäter anscheinend außen vorgelassen.
Die NPD-Landesfraktion hatte schon im Vorfeld im Zuge der Landtagswahlen Protestaktionen speziell gegen den in Heinsberg-Randerath lebenden Sexualstraftäter angekündigt und auch auf der Homepage der „Kameradschaft Aachener Land“ wurde via „Ticker“ zu einer Demonstration am 20. Februar in Randerath aufgerufen [2].
Ob es auch in Zukunft zu einer Kooperation zwischen Bürgern und Neonazis in Heinsberg kommen wird, wird sich zeigen. Jedenfalls ist dies in Augen der Veranstalter der „Mahnwachen“ die beste Methode, Ausschreitungen zu vermeiden, ha ha…
Sind die besagten „Bürger“ wirklich schon von den einschlägigen Zeitungen so sensibilisiert, dass die Vermeidung von Ausschreitungen als oberstes Gebot genommen wird und die politischen Ziele und Vorstrafen von Neonazis ausgeblendet werden, oder herrscht doch eine weitestgehende Sympathie für die Neonazis vor, welche ihnen helfen könnten, die stetige Schrumpfung der Zahl an Protestlern zu stoppen und doch noch in das „Guinness-Buch der Rekorde“ mit dem langandauernsten Prostest zu kommen?
Eine Gelegenheit, solche Vorwürfe abzuwehren, wird sich den Bürgern in und um Randerath schon am 20. Februar bieten, wenn die Neonazis abermals durch Randerath marschieren wollen.
Wir sind gespannt, ob die Polizei wie beim Neonazi-Aufmarsch in Randerath am 21.03.09 [3] erneut die freie Meinungsäußerung mit Androhung von Gefängnisstrafen einschränken will, oder ob wir aktiven Protest zeigen können.
Es gibt kein ruhiges Hinterland! – Keine Homezone für Nazis!
[1] Foreneintrag eines Mitorganisators der „Mahnwachen“
[2] Tickereintrag auf der HP der KAL; dokumentiert von Klarmanns Welt
[3] Nazipopulismus wieder Samstag in Randerath; Antifa HS






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